Die Motorradfamilie


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Polen 2010

Reiseberichte

Mission Impossible - eine unmögliche Reise

Text: Heike Kaitinnis

Geplant war eine Rundreise von Dortmund bis an die polnische Ostsee, dort sollte es möglichst nahe an der Küste entlang bis nach Danzig gehen. Nach einem Besuch von Danzig, das wirklich sehr sehenswert ist, wollten wir gemütlich weiter bis nach Masuren fahren, dort eine Weile bleiben, viel Motorrad fahren und auch paddeln. Die Polenreise war unsere erste Reise mit 3 Motorrädern, denn Nina hatte ja inzwischen ihren 1A Führerschein und ein eigenes Motorrad. Wir hatten uns für Polen entschieden um erstens keinen Zeitdruck zu haben, weil wir z.B. eine Fähre erreichen müssen, außerdem mussten die Wünsche unserer Teenager erfüllt werden: Sonne, Baden und Endurofahren für Nina, alte Städte, angeln und paddeln für Timo. Wir wussten, dass das alles in Polen kein Problem ist und glücklicherweise kamen die Wünsche unserer Kinder auch Helmut und mir entgegen.

Wir haben uns ganz auf Ninas Tempo eingelassen und erreichten gemütlich die Ostsee, wo wir auf Wolin ein Wikingermuseum besuchen, wo man in den Sommermonaten die Gelegenheit hat, sich anzusehen, wie früher Häuser gebaut wurden oder wie Kleidung hersgestellt wurde.


Bald merkten wir, dass wir nicht bis Masuren kommen werden, denn wir ließen es sehr ruhig angehen. Die ganze Familie liebt es, im Urlaub lange zu schlafen, ausgiebig zu frühstücken und wenn es uns irgendwo gefällt, dann bleiben wir. Außerdem hatten wir sehr wechselhaftes Wetter, was uns immer wieder zu kleinen Pausen zwang.

Timos Wunsch nach schönen Städten konnten wir mit einem Besuch von Danzig erfüllen. Im zweiten Weltkrieg wurde die Stadt zu großen Teilen zerstört und in den letzten Jahrzehnten von den Polen hervorragend wieder aufgebaut. Als wir in Danzig ankamen, fand gerade der Dominikanermarkt statt, das wohl das größte Fest der Polen ist. Trotz der gigantischen Besucherzahlen fanden wir den Markt sehr interessant und obwohl wir nicht gerade für so große Menschenaufläufe sind, empfanden wir es nirgends als zu voll. Die Stadtbesichtigung war durch den Markt noch interessanter.

Danzig besuchten wir von einem Campingplatz in der Kaschubei aus. Die Kaschubei ist mit ihrer Hügellandschaft und den vielen Seen ein idealer Standort zum schwimmen, paddeln und Moppedfahren. Die größte Attraktion ist aber das "Haus auf dem Kopf" in einem Vergnügungspark, das wir uns natürlich angesehen haben.


In Polen scheinen die Uhren anders zu gehen, wir waren so langsam unterwegs, und das lag nicht an Ninas Motorrad oder an ihren Fahrfähigkeiten, sondern einfach an der Ruhe, die dieses Land ausstrahlt, das aus den Masurenplänen nichts wurde. Wir machten uns von der Kaschubei aus wieder auf den Rückweg, verbrachten noch ein paar Tage im Zaborskipark, wo wir noch einmal die Gelegenheit hatten, paddeln zu gehen.

Das Wetter hatte sich inzwischen gebessert, wir genossen die Fahrt über kleine Straßen Richtung Heimat, machten noch einen Badestopp am Müritzsee und kamen mit einem guten Gefühl wieder zuhause an. Denn Nina hatte die gesamte Tour ohne irgendwelche Schwierigkeiten überstanden. Sie hatte sich als sehr sichere Fahrerin gezeigt, war sturzfrei geblieben und was für Helmut und mich sehr schön war: sie hatte viel Spaß daran, sich mit dem Motorrad abseits der asphaltierten Wege zu bewegen!

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